
Mit den Grotesken, die in "Drehwurm" versammelt sind, überbrückt und versüßt Ulrich Holbein seiner zahlreichen Leserschaft das Warten auf seinen langerwarteten Roman "Grüne Erleuchtung".
Hier nun erzählt Holbein etwa von Bücherwurms Farbtherapie in 13 Phasen oder berichtet erfahrungsgesättigt, wie merkwürdig oft man an Drehstühle oder die Entfernung eines Flecks denken kann. Oder meditiert samt seiner spirituellen Ader über die zen-buddhistische Silbe "Mu". Hierbei blendet er Hirnhälften ineinander, die bei anderen Autoren selten bis nie unter einen Hut und eine Schädeldecke passen.
Ulrich Holbein ist unter seinen Art- und Zeitgenossen schon lange kein Geheimtipp mehr. Seine Bücher in angesehenen Verlagen wie Suhrkamp oder Eichborn, seine vielfältigen Publikationen in sympathischen Kleinverlagen wie Werner Pipers MedienXperimente und seine regelmäßigen Glossen etwa in der Süddeutschen Zeitung belegen das.